Bauernhof - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
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Bauernhof

Berichte > Exkursionen
Lauterbacher Anzeiger vom 2.12.2009
Landwirtschaft hautnah erlebt
          EXKURSION Grundschüler und ihre Eltern besuchen Bio-Betrieb der Familie Lang
ANGERSBACH (hwg). Ökologische Bildung und Umwelterziehung haben bei der Mittelpunktschule Angersbach (MPS) einen großen Stellenwert. Die Einrichtung trägt bereits seit 2010 die Auszeichnung „Umweltschule".
Die erste Naturexkursion des Schuljahres führte zum landwirtschaftlichen Öko-Betrieb Lang in Stockhausen. Die Familie Sabine und Walter Lang mit ihren vier Kindern bewirtschaftet im Haupterwerb den Hof „Gonzemoach" (Gemarkungsbezeichnung) außerhalb von Stockhausen, in Richtung Schlechtenwegen gelegen.
Zum Motto „Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe?", waren die Schüler der Klassen 1 bis 4 und die Eltern eingeladen. Die Resonanz war mit 160 angemeldeten Personen so unerwartet groß, dass zwei Besichtigungstermine vereinbart werden mussten. Die Lehrerinnen Claudia Schwichtenberg, die auch den Kontakt zum Betrieb geknüpft hatte, und Yvonn Heßler begleiteten die Gruppen. Der Betrieb dient der Aufzucht von Milchvieh und der Vermarktung der Milch.
Seit 2007 ist es ein anerkannter Bio-Betrieb und wird nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes bewirtschaftet. Die Milch wird seit 2008 an die Upländer Bauernmolkerei in Willingen geliefert, die die weitere Verarbeitung übernimmt. Die Familie, zwei fest an-gestellte Mitarbeiter und ein Auszubildender müssen sich täglich um die Pflege und Versorgung der 150 Milchkühe mit weiblicher Nachzucht und sechs Pferde kümmern.
Walter Lang, ein studierter Landwirt, führte die Gruppen durch den Stall, der mit Boxenlaufställen mit Flächenspalten oder planbefestigtem Boden mit Kotschieber ausgerüstet ist. Zur Erholung stehen die Tiere teils auf Strohschüttung. In der wärmeren Jahreszeit sind die Tiere auch draußen. Lang informierte die Besucher ausführlich über Wiesen-, Weiden- und Ackerflächen, auf denen die Nahrung für die Tiere erzeugt wird. Er führte die verschiedenen Futterarten vor und zeigte auch deren Ausbringung im Stall. Die Besucher erlebten, wie der Landwirt ein neugeborenes Kalb mit den vorgeschriebenen Ohrmarken kennzeichnete und erfuhren die Bedeutung der Codenummern. Dem Wohl der Tiere dient im Stall eine „Bürstenmassage".
Die älteste Kuh auf dem Hof ist übrigens 13 Jahre alt und hat bisher etwa 70 000 Liter Milch geliefert.
Vor der Besichtigung der Melkanlage konnten sich Schüler und Eltern an einer Kaffee- und Kuchentafel im Scheunenbereich stärken, die von der Familie Lang zur Verfügung gestellt wurde. Für die Kinder gab es einen Schokodrink der Molkerei. Viel Spaß bereiteten auch das „Probesitzen" auf dem Traktor. Anschließend führte der Weg in die Melkkammer, wo die Milch nach dem Mel-ken und Herabkühlen in einem 8000-Liter-Edelstahltank aufbewahrt wird. Dieser Tank wird jede zweite Nacht vom Fahrzeug der Molkerei geleert. Gemolken werden die Kühe zwei Mal am Tag, dieser Arbeitsprozess dauert jeweils zweieinhalb Stunden. Da inzwischen die Zeit des Abendmelkens erreicht war, konnten die Besucher erleben, wie sich die Kühe selbstständig einreihen und nacheinander an den Melkplatz gehen.
Die Schule bedankte sich bei der Familie mit einem Geschenk für die informative Betriebsbesichtigung.

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