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Elterntaxi

Berichte > Presse

Ein Beitrag, der hoffentlich vielen Eltern der MPS zu denken gibt!

Lauterbacher Anzeiger vom 20.9.2013

Das „Elterntaxi" ist gefährlich
STUDIE Zu Fuß verunglücken viel weniger Kinder auf dem Schulweg

FRANKFURT (cl). Mit dem Herbst und der morgendlichen Dunkelheit kommt die Zeit der Schulwegunfälle. 7817 Grundschüler im Alter von sechs bis zehn Jahren verunglückten 2012. 20 Kinder davon starben. Überraschend ist dabei: Als Fußgänger und Radfahrer sind Kinder deutlich sicherer als im elterlichen Pkw. Dort starben 13 von den 20 tödlich verunglückten Grundschülern. Insgesamt verunglückten 2012 nach Angaben des ADAC 10363 Kinder unter 15 Jahren auf dem Schulweg im Auto ihrer Eltern.
Die Zahlen gehen einher mit einer Studie des Wuppertaler Professors Jürgen Gerlach, der zum „Elterntaxi" geforscht hat. Auf der IAA hat er diese Studie zur Verkehrssicherheit von Kindern gestern im Rahmen einer Veranstaltung von ADAC, Verkehrswacht und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) vorgestellt.
Gerlach hat das Hol- und Bringverhalten an 468 Schulen beobachtet. Ergebnis:
Zwei Drittel der Eltern halten verkehrswidrig auf Gehwegen, Zebrastreifen oder in Bushaltestellen, wenn sie ihre Kinder zur Schule bringen oder von dort abholen. Sie bringen dadurch die eigenen und fremde Kinder in Gefahr. Gerlachs Fazit: Je weniger Elterntaxis vor Schulen haltmachen, desto weniger werden Kinder gefährdet.
ADAC, Verkehrswacht und VDA appellieren daher an alle Eltern, ihre Kinder auf einem sicheren Schulweg so oft wie möglich zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Sogar der Cheflobbyist der Autoindustrie, VDA-Präsident Matthias Wissmann, sagte, in diesem Fall sei es sinnvoll, das Auto lieber stehen zu lassen. Gerlach räumt ein, dass weite oder gefährliche Schulwege und die Angst vor Belästigung der Kinder dem entgegenstünden.
ADAC, Verkehrswacht und VDA fordern die Einrichtung spezieller Hol- und Bringzonen an Schulen aus. Diese sollten etwa 250 Meter vom Schuleingang entfernt liegen und so den Verkehr unmittelbar vor der Schule entzerren. Als weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Kinder präsentierten die Organisationen die Aktion Sicherheitswesten, bei der in diesem Jahr 770000 leuchtende Westen kostenlos an Schulanfänger verteilt wurden. Gefeiert wurde außerdem der 60. Geburtstag des Schülerlotsen.

Anmerkung:
Aus der Studie geht leider nicht hervor, wie viele Unfälle darauf zurückzuführen sind, dass vor der Schule haltende Autos die Kinder oder den Schulbusfahrer behinderten und ihnen z. B. die Übersicht nahmen.


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