Entlassungsfeier 2017 - MPS Angersbach

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Entlassungsfeier 2017

Berichte > Feiern


Lauterbacher Anzeiger vom 30.6.2017
Abschied mit sehr viel Herzlichkeit
Von Annika Rausch
MITTELPUNKTSCHULE Schulleiterin Brunhilde Bücking verlässt die Schule in Angersbach / Ihr Wunsch an die Kollegen:  "Bleibt wie ihr seid"
WARTENBERG - Abschiede können unterschiedlich ausfallen: formell, weil man das eben so macht, oder sehr herzlich und persönlich, weil die Verabschiedeten in Zukunft wirklich fehlen werden. Letztere Art des Adieus wurde am Donnerstag Brunhilde Bücking zu teil, die nach 40 Jahren, 19 davon als Schulleiterin, jetzt "ihre" Mittelpunktschule in Angersbach verlässt, um in den Ruhestand zu gehen.
Dass sich mit der großen Abschiedsfeier mit aktuellen und früheren Weggefährten viel Mühe gemacht wurde, war schon an der Dekoration zu sehen: Nach dem Motto "Und so geht nun euren Weg" - Brunhilde Bücking war nicht die einzige, die verabschiedet wurde - zog sich das "Schiffsthema" durch die ganze Veranstaltung: von der blau-weiß gehaltenen Deko über das Schiff an der Wand bis hin zum Programmdesign und zum Lied des Kinderchores Rasselbande, die zum Beginn der Feier "Doch der Käpt'n, die Frau Bücking, geht von Deck - oh, Schreck" sangen.
Schüler und Lehrer hatte sich auch inhaltlich viele Gedanken gemacht. Und so erfuhr das Publikum in Redebeiträgen - meist mit symbolischen kleinen Geschenken untermalt - vieles über die Pädagogin aber auch über die private Seite von Brunhilde Bücking. Als "jemanden, der auch Geheimnisse für sich behalten kann", wurde sie von den Schülern gelobt, dass sie gerne "Cappu mit Sprühsahne" trinkt, nicht gerne Auto fährt und bei einer Probeklettertour für ihre Schüler einmal fast von der Bergwacht gerettet werden musste, erzählten ihre Kollegen. Und so gab es viele Geschichten über Brunhilde Bücking als Raucherin, die mit dem Suchtberatungslehrer schon zweimal eine letzte Zigarette geraucht hat, über Klassenfahrten mit Käse und Weintrauben um zwei Uhr nachts, über Ärger mit dem Computer, ihren Job als "Verpflegungstrupp" für die Lehrer bei den Bundesjugendspielen, ihren Stress mit dem "Gras mähen" und vieles, vieles mehr. Und aus jeder Geschichte und jedem kleinen Geschenk sprach genau die Herzlichkeit, die die Schulleiterin an "ihrer" Schule immer so schätzte.
Zu vielen Geschenken von Kollegen, Elternbeirat und Gästen bekam die scheidende Schulleiterin auch noch ein Logbuch. "Keine Angst, Du musst jetzt kein Tagebuch führen", scherzte Bettina Dietrich, die, bis eine neue Schulleitung gefunden ist, die Interimsleitung übernehmen wird. "Dort haben wir alle Erinnerungen, Ratschläge, Tipps zur Freizeitgestaltung und noch ganz viel mehr reingeschrieben. Vor allem steckt viel Dankbarkeit in diesem Buch."
Auch musikalisch wurde Brunhilde Bücking verabschiedet - mit zwei Stücken der Flötengruppe und einem Stück des Lehrerchores, das eigens für sie umgeschrieben wurde: "Im Wagen vor mir fährt Brunhilde Bücking."
Das Schlusswort ihrer Feier - bevor sie noch einmal mit dem Lehrerchor das von ihr gewünschte "Halleluja" sang - gebührte Brunhilde Bücking. "Dass heute auch so viele ehemalige Kollegen hier sind, war mir ein persönliches Anliegen. Toll, dass ihr alle gekommen seid." Die 40 Jahre an der Schule in Angersbach seien für sie eine sehr schöne Zeit gewesen. Denn sie habe sich immer auf ihre "Mannschaft" verlassen können. "Bleibt wie ihr seid, behaltet eure Menschlichkeit und eure Kollegialität", wünschte sie allen daher zum Abschied. "Lasst euch nicht entmutigen. Ihr habt immer sehr gute Arbeit geleistet, und ich weiß, dass ihr das auch weiterhin werdet."


Lauterbacher Anzeiger vom 31.7.2017

Abschied vom Musiker und der Freundin
FEIER Helga Lamp und Günther Koch verlassen die Mittelpunktschule Angersbach und gehen in den Ruhestand
WARTENBERG (ar). Nicht nur Schulleiterin Brunhilde Bücking verlässt das „Schiff" der Mittelpunktschule Angersbach (der LA berichtete gestern), mit ihr gehen noch zwei weitere Kollegen der Wartenberger Schule in den Ruhestand: Helga Lamp und Günther Koch.
„Dies ist eine meiner letzten Amtshandlungen", leitete die „Noch"-Schulleiterin ihre Abschiedsworte für die Kollegen ein. „Ihr wolltet beide keine Rede, daher mache ich es auch kurz." Günther Koch sei nach seiner Dienstzeit in Hagen und in Grebenhain 1993 gerne an die Mittelpunktschule gekommen. „Damals war die ganze EDV noch in der Anfangsphase. Und Koch? Das war für mich der mit den Computern." Er habe in seiner Zeit die Wartenberger Hauptschüler stets erfolgreich auf ihr Berufsleben vorbereitet und früh Kontakte zu Betrieben in der Region geknüpft. Da sei es naheliegend für ihn gewesen, sich unter anderem auch im „Arbeitskreis Schule und Wirtschaft" zu engagieren. „Von Deinem Hobby, der Musik, haben wir auch viele Jahre profitiert", spielte Bücking auf das von ihm gegründete „Schulgebläse" an: „Schüler der dritten Klassen als Blechbläser - das gab es damals noch nicht." Besonders toll sei es auch immer gewesen, dass nicht nur Kochs Frau, sondern auch seine beiden Kinder stets dem Gebläse treu geblieben seien. „Du gehst auch von Bord, und vieles wird sich dadurch für die Schule, aber auch für Dich verändern", verabschiedete sie sich von ihrem Kollegen mit der Entlassungsurkunde,   einem   persönlichen Geschenk und - zur Freude aller - mit ein paar Bananen, denn  die gehörten immer zu seinem täglichen Frühstück.

Der Bericht wird noch ergänzt.

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„Helga, Du warst acht Jahre länger als Günther an unserer Schule", leitete Bücking zum zweiten Abschied über. Helga Lamp habe schon vor ihrem Referendariat einen
Lehrauftrag in Angersbach übernommen und später zuerst Physik und Mathematik in der Hauptschule unterrichtet, bevor sie in den Förderstufenzweig der Schule wechselte. „Durch viele Fortbildungen im Bereich Deutsch wurdest Du zur ,Deutschfrau' an unserer Schule." Die Arbeit im Team, so Bücking, sei immer ihre Stärke gewesen. „Mit Deiner Einsatzfreude warst Du stets eine Bereicherung, Dein engagiertes Arbeiten und Verhalten wird der Schule fehlen. Und mir nicht nur als Kollegin, sondern auch als Freundin", schloss Brunhilde Bücking ihre Ansprache mit einem zweiten persönlichen Geschenk. Beide „Rentner in spe" verabschiedeten sich herzlich von ihren Kollegen. Auch Pfarrer Sven Kießling hielt eine humorvolle Abschiedsrede und rief beiden zu: „Jetzt könnt ihr aus dem Fenster schauen und sagen: Das mache ich nicht, denn das interessiert mich nicht." Denn jetzt hätten sie die freie Wahl, ihre Zeit nach ihrem Gusto zu gestalten. Mit einem eigens umgedichteten Lied des Lehrerchores und Geschenken der Kollegen endete der offizielle Teil, bevor das Büffet eröffnet wurde. 
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