Ernährungscheck - MPS Angersbach

MPS Angersbach
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Ernährungscheck

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Gespannt erwarteten die Schüler, Klassenlehrer Günther Koch (links), Frau Kathrin Stockmayer und Konrektor Chris Gohlke das Signal zur Freigabe der Kostprobe.


Lauterbacher Anzeiger vom 5.6.2014
Ernährungscheck bei der „Ess-Kult-Tour“
Die siebte Klasse der Mittelpunktschule Angersbach informierte sich über die Themen „Nahrung“ und „gesunde Lebensmittel“

Angersbach (hwg). Zum Frühstück ein Käsebrötchen oder ein Teilchen vom Bäcker, mittags schnell was vom Imbiss, abends eine Pizza und zwischendurch Snacks und süße Getränke – Fertiggerichte und Fast Food stehen bei Jugendlichen und Erwachsenen hoch im Kurs. Wie sich das auf den Körper auswirkt und obendrein die Umwelt belastet – dies realisieren die wenigsten. Die 7. Klasse der MPS Angersbach mit Klassenlehrer Günther Koch folgte deshalb dem Angebot der Verbraucherzentrale Hessen, sich bei der „Ess-Kult-Tour“ über eine gesündere Ernährung zu informieren. Bei diesem Workshop checken Schülerinnen und Schüler die eigene Ernährungsweise, erfahren Wissenswertes rund um Lebensmittelkennzeichnung und Werbung, Nährstoffbedarf und nachhaltiges Konsumieren und welche Zusatzstoffe darin stecken.

Zum Abschluss gab es ein selbst gefertigtes Pesto zur Verkostung. Frau Kathrin Stockmayer von der Verbraucherzentrale führte die Klasse zu Beginn in die Thematik ein. Sie stellte die „Ernährungspyramide“ vor, die auf einfach Art erkennen lässt, welche Nährstoffe und Vitamine besonders wichtig sind und zugeführt werden müssen, während andere Stoffe nur begrenzt Anteil der Ernährung sein sollen. Anschließend wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich in einem Parcours einem bestimmten Schwerpunkt widmeten.  Die Ergebnisse mussten am Ende vorgestellt werden. Beim „Snackchecker“ war herauszufinden und zu addieren, welche Nährstoffe in den Mahlzeiten und Getränken stecken und welche Menge an Kalorien bei den unterschiedlichsten Spielfiguren zu sich genommen wurde. Gegenübergestellt wurde der notwendige Tagesbedarf, so dass zu erklären war, warum der Energie- und Nährstoffbedarf der Personen unterschiedlich ist und welche Inhaltsstoffe die Tagesbilanz besonders aus dem Gleichgewicht brachten.

Spaß bereitete den Schülern in der Schulküche
die Zubereitung eines Pesto aus frischen Zutaten.

Bei der Analyse von Werbefilmen als „Werbeprofi“ galt es zu erkennen, welche Bilder und Schlagworte häufig vorkommen und welche Argumente einen Kauf suggerieren sollen. Mit Hilfe eines „Ampel-Check“ (Rot – Gelb –Grün) mussten die Stoffe Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz von bestimmten Produkten bewertet werden. Um die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln, den für den Bedarf notwendigen Kauf und die richtige Aufbewahrung befasste sich die Gruppe „Lebensmittelretter“. Die Schüler informierten sich über die richtige Unterbringung in den unterschiedlichen Kältezonen im Kühlschrank und mussten den Wert der gekauften und im Mülleimer gelandeten Lebensmittel berechnen. Praktische Arbeit war bei der Herstellung eines „Pesto“ gefragt. Dies ist eine Art würzige Sauce, die nicht gekocht wird und aus Italien kommt. Sie wird zu Nudeln oder auf Brot gegessen.
Bevor es an die Zubereitung ging, wurden die Hygieneregeln erörtert und gründliches Händewaschen war angesagt. Dann durften die Schüler die vorbereitete Auswahl von frischen Kräutern, Nüssen, Kernen und Knoblauch, waschen und zerteilen. Alles zusammen kam mit Olivenöl in einen Mixer, der eine cremige Mouse erzeugte. Abgeschmeckt wurde mit Salz und Pfeffer, bevor die Paste auf Baguette gestrichen wurde. Als das Unterrichtsende nahte, waren alle Teilnehmer hungrig und gespannt auf den Geschmackstest des selbst gefertigten Pesto und zum Vergleich ein Fertigprodukt aus dem Markt. Schnell waren die beiden Platten geleert. Das Fazit der Verkostung: Die eigene Creation schmeckt frischer, würziger und nicht so fett.

Fotos: Gohlke





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