Lesung - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
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Lesung

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Pressebericht von H. Gohlke

Mit „Mbolo“ zur Geschichte der Kakaobohne
Lesung Autor Jean-Fèlix Belinga sprach mit Schülern der Mittelpunktschule über fairen Handel
Angersbach (hwg). Im Rahmen des Bundesprojektes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ ist es durch eine Kooperation des Weltladen Alsfeld und der schulbezogenen Jugendsozialarbeit des Vogelsbergkreises gelungen, den Buchautor Jean-Félix Belinga Belinga für Lesungen an einigen Vogelsberger Grundschulen zu gewinnen. Der Schriftsteller stammt aus Südkamerun, ist 1956 geboren und studierter evangelischer Pfarrer. Er lebt heute mit seiner Familie in Brensbach im Odenwald. Neben seiner Tätigkeit als Autor von Büchern für Kinder und Erwachsene ist er als Beauftragter für Interkulturelle Bildung im Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in Frankfurt tätig. Von ihm sind bis jetzt acht Bücher im Handel. Am Montag weilte er an der Mittelpunktschule Angersbach (MPS), als einzigem Besuchsort im ehemaligen Altkreis Lauterbach.
Er wurde begleitet von Daniela Kraus von der schulbezogenen Sozialarbeit des Kreisausschusses und Frau Corinna Kassautzki vom Weltladen in Alsfeld. In den Klassen 4a (Klassenlehrer Michael Ludolph) und 4b (Klassenlehrerin Claudia Schwichtenberg) beschränkte sich die Zeit nicht nur auf eine reine Lesung aus dem neuesten Buch, welches noch nicht verlegt ist, sondern die Schüler erfuhren auch viel über „Fairtrade-Produkte“ von der Erzeugung bis zum Handel. Dieses Buch mit dem Titel„Ein Versteck für die Kakaobohne“ hat einen Bezug zum fairen Warenumschlag. Sein Einstieg in das Thema weckte bei den Kindern sogleich ihre Aufmerksamkeit, da er das Begrüßungswort seines Volksstammes der „Bulu“ aus Kamerun, nämlich „Mbolo“, mit den Kindern fröhlich sang und selbst mit der Gitarre begleitete. Dazu klatschten die Kinder in die Hände und stampften mit den Füßen. Auch zeigte er ihnen auf einer Weltbildkarte sein Geburtsland und verteilte Proben von Kakaobohnen und Schokolade. Fesselnd stellte er Personen und Handlungen aus dem Buch vor und verstand es, während der Lesung durch Fragen an die Schüler die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten, so dass ein ständiger Dialog zwischen ihnen und seiner Person bestand.
Eine kurze Inhaltsangabe des Buches:
Lisa ist neun Jahre alt. Zusammen mit ihrer Freundin Clara besucht sie die Grundschule in Grimsbach. Eines Tages bekommt Lisa eine Kakaobohne von ihrem Vater geschenkt. Erst gefällt ihr die kleine braune, runzlige Bohne nicht. Doch als es Abend wird, merkt Lisa, dass die Kakaobohne sprechen kann. Sie erzählt von ihrem früheren, aufregenden Leben in Afrika. So erfährt Lisa, dass Theobromina, wie sich die Bohne nennt, in Afrika einem Jungen namens Akamba gestohlen worden ist und dass man mit ihr sehr reich werden kann. Sofort beschließt Lisa, alles zu tun, damit Theobromina Akamba zurückgeschickt wird.
Außer ihrer Freundin Clara darf sonst niemand von den seltsamen Eigenschaften der Bohne erfahren, entscheidet Lisa. Als jedoch bei ihr eingebrochen wird, weil die „Kakaodiebe“, eine gefährliche Organisation mit sehr viel Macht, Theobromina unbedingt an sich reißen wollen, bekommen es die zwei Mädchen mit der Angst zu tun. Nicht nur die kleine Bohne, sondern auch Lisa und Clara sind in Gefahr. Was ist zu tun? Wie und wo soll Theobromina in Sicherheit gebracht werden und wie sollen die Mädchen sich schützen?
Mit diesem Buch, welches überwiegend freundliche Elemente enthält und kein schlechtes Gewissen beim Leser hervorrufen soll, will der Autor Argumente für den fairen Handel schriftstellerisch in einer verbindenden Geschichte darstellen.
Der Autor beantwortete zum Abschluss viele Fragen, die durch die Schüler insbesondere zu seiner Person, seiner Motivation zum Schreiben und seinen Büchern gestellt wurden.
Foto: Gohlke
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