Musical - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
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Musical

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Giraffe, Erdmännchen und Zebras werden Freunde              Fotos: Gohlke

Lauterbacher Anzeiger vom 5. 2. 2014

Von „Lampenfieber“ keine Spur
Aufführung – Theatergruppe der Mittelpunktschule Angersbach präsentierte höchst gekonnt ein Musical

Angersbach (hwg). Eine tolle gemeinschaftliche Bühnendarbietung  gelang der Theatergruppe der Mittelpunktschule Angersbach (MPS) -Leitung Claudia Krummeich-  und der Chor-AG von Bettina Dietrich mit der Aufführung des Schulmusicals „Tuishi pamoja“ (gesprochen tuischi pamodscha) - eine Freundschaft in der Savanne. Tuishi pamoja ist aus der Sprache der Swahili und bedeutet „Wir wollen zusammen leben“. Der Text zu diesem Stück für 6 bis 12-jährige ist von Sandra Engelhardt, die Musik stammt aus der Feder von Martin Maria Schulte. Es ist eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz, mit afrikanisch-grooviger Musik.
Zur Handlung:
Machen Streifen wirklich doof? Und stimmt es, dass man mit langhalsigen Tieren sowieso nicht vernünftig reden kann? Wichtige Fragen für das Giraffenkind Raffi und das kleine Zebra Zea. Seit Jahren leben ihre Herden nebeneinander, reden aber nicht miteinander. Raffi und Zea beäugen sich eines Tages gegenseitig, was von den anderen Tieren mit Getuschel und Lachen quittiert wird. Sie kommen sich näher, erste Kontakte sind  verstohlene Blicke, Lächeln und Winken. Plötzlich tauchen Löwen auf und sorgen für Unruhe unter den Tieren. Es entsteht ein großes Durcheinander, die beiden Herden bleiben in ihrem Verbund zusammen. Nur Raffi läuft ohne Orientierung herum, findet dadurch seine Herde nicht mehr. Es wird Nacht. Die neugierigen und pfiffigen Erdmännchen fühlen sich in der Nachtruhe durch die Giraffe Raffi gestört. Das Zebra Zea schwelgt indes verträumt in der Nachtatmosphäre, dabei stoßen Raffi und Zea mit dem Rücken zusammen. Sie weichen sich immer noch aus. Die Erdmännchen können nicht verstehen, dass die zwei Tiere von einander getrennt stehen bleiben. Plötzlich kommen die Löwen zurück. Raffi und Zea sehen sich an und laufen freundschaftlich gemeinsam vor den Löwen weg, ebenso die Erdmännchen. Bei Tagesanbruch machen die Eltern von Raffi und Zea sich inzwischen Sorgen, wo ihre Kinder verblieben sind. Die Erdmännchen berichten beiden Herden, dass die zwei Freunde geworden sind und es ihnen gut geht. Raffi und Zea finden zu ihren nun vermischten, freundschaftlich verbundenen Herden zurück und werden freudig begrüßt.
Von „Lampenfieber“ war bei den Kindern kaum etwas festzustellen. Sie bewegten sich auf der Bühne sicher und gelöst als toll kostümierte Giraffen, Zebras, Erdmännchen und Löwen. Texte und Lieder waren hervorragend einstudiert, so dass Bettina Dietrich als „Souffleuse“ kaum eingreifen musste. Die Hauptrollen spielten Pauline Wahl als „Raffi“ und Benjamin Schwing als „Zea“. Sie überzeugten mit klaren verständlichen Texten und sicherem Rollenspielen.  Mit Gesang brillierten ebenso Lara Sophie Klug bei einem Solo, und mit Henrik Lexa im Duett miteinander. Ein schönes Bühnenbild und die Tier-Kostümierungen durch T-Shirts mit Streifen und Flecken hatten Schüler der 7. bis 9. Klassen der MPS gefertigt. Bettina Dietrich begleitete die Darsteller zu den Liedern auf dem Klavier und der Gitarre, während Claudia Krummeich für die passende Beschallung, Lichteffekte und instrumentalen Playbacks sorgte. Da fühlte man sich bei den afrikanischen Rhythmen in den fernen Kontinent versetzt. Die erste Vorstellung fand zur Unterrichtszeit in  der Aula der MPS für die gesamten Kinder der Grundschule und der „Regenbogengruppe“ des benachbarten Kindergartens statt, zu einer weitere Vorführung am späten Nachmittag waren die Eltern der Schülerinnen und Schüler eingeladen. Auch hier war die Aula gut besetzt. Mit großem Beifall belohnten Kinder und Erwachsene die beiden gelungenen Aufführungen.


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