Pilzwanderung - MPS Angersbach

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Pilzwanderung

Berichte > Exkursionen
Pilzwanderung
am 7. Oktober 2016




Pilzwanderung 2012

Fliegenpilz, Stinkmorchel, Schleimkopf und Co.
Am 22. September auf Entdeckungstour durch den Herbstwald mit der Pilzexpertin Anja Kraus aus Grebenau. Unterhaltsames über Pilze, Bestimmen wichtiger Arten und ausdrücklich nicht zur Bereicherung des dann abendlichen Speiseplans.

Lauterbacher Anzeiger vom 26. Sept. 2012
„Niemals Pilze probieren, wenn man sich nicht sicher ist“
Pilzexkursion der Mittelpunktschule Angersbach mit Expertin Anja Kraus
Angersbach (hwg). Die Mittelpunktschule Angersbach (MPS) beschreitet als Umweltschule neue Wege. Unter dem Motto „Gemeinsam Natur erleben“ führt sie Exkursionen außerhalb der Schulstunden in der näheren Umgebung durch. Damit sollen die Schüler für die Umwelt sensibilisiert und für Tiere und Pflanzen begeistert werden. Das Projekt richtet  sich jedoch nicht nur an die Schüler, auch die Eltern und Lehrkräfte sind zum Mitmachen angesprochen.
Die jetzige Wanderung stand unter dem Motto „Fliegenpilz, Stinkmorchel, Schleimkopf und Co. – auf Entdeckungstour durch den Herbstwald“. Unter der sachkundigen Führerin der Heilpraktikerin und Homöopathin Anja Kraus aus Grebenau stöberten rund 45 Schüler, Eltern und Lehrkräfte zwei Stunden durch den Mischwald, rund um die ehemalige Tongrube in Angersbach, um Pilze zu entdecken. Sie hatte zu Beginn auf die notwendige Ausrüstung für Pilzsucher hingewiesen: Taschenmesser, Pilzbestimmungsbuch für Anfänger, ein Korb für den Transport. „Pilze finden ist Glückssache. Es gibt Pilze, die lecker schmecken, aber tödlich sind. Deshalb niemals Pilze einfach probieren, wenn man sich nicht sicher ist“, so die Expertin. Anhand von mitgebrachten Exponaten zeigte sich den Unterschied zwischen Lamellenpilzen und Röhrenpilzen, auch Schwammpilze genannt. In beiden Arten gibt es giftige, ungenießbare und essbare Pilze. Mit Begeisterung suchten Kinder und Erwachsene im Unterholz nach Pilzen. Da spielte es keine Rolle, ob man sich bücken oder den Abhang hinabrutschen musste.
Es dauerte auch nicht lange, bis das erste Kind ein Fundstück zur Begutachtung brachte. Es war ein Speitäubling. Aber nur durch eine vorsichtige Geschmacksprobe auf den Sensoren der Zunge konnte die Führerin diesen Pilz bestimmen. Er machte seinem Namen alle Ehre, denn das Pilzstückchen musste sie ausspeien, da der Geschmack unangenehm war. Frau Kraus erzählte während der Wanderung auch sehr viel Interessantes über Pilze. So können Pilze, je nach Standort und Witterung, auch in der Farbe variieren. Auch das Wissen über die Wirkung von Pilzen verändert sich ständig. So gibt es Arten wie der „Kahle Krempling“, der früher als Delikatesse galt. Nach vielen Untersuchungen hat sich bestätigt, dass er nach längerem Genuss
Vergiftungen auslösen kann, die zum Tode führen können. Zu einem gefundenen Waldchampignon wusste sie zu berichten, dass es auch giftige Arten gibt. Er muss einen leichten Anisgeruch verströmen, darf nicht nach Benzin riechen. Wie schwierig eine Geruchsbestimmung ist, konnten die Teilnehmer daran selbst feststellen. Ein aufmerksamer Schüler fand den essbaren „Gemeinen Stinkmorchel oder auch Hexenei“ genannt. Da er sehr selten ist, blieb er deshalb unberührt an Ort und Stelle. Im Verlauf der weiteren Wanderungen wurden noch Parasolpilze, viele Stockschwämmchen und ein Fliegenpilz gefunden. Aber nicht jeder Pilz konnte von ihr eindeutig identifiziert werden. Deshalb rät sie von einer Mitnahme eines jeden Fundes ab, wenn er nicht ganz sicher bestimmt werden kann.
Zum giftigen Fliegenpilz wusste die Expertin zu berichten, dass er in allen Naturkulturen als heilig gilt. Der Genuss verursacht starke Wahrnehmungsstörungen und setzt die Schmerzempfindung herab. Deshalb hätten die Germanen ihren Kriegern den Pilz vor Auseinandersetzungen verabreicht, damit sie trotz erlittener Verletzung noch weiter kämpfen konnten. Die Haut des Pilzes in Milch eingelegt, ergibt einen tödlichen Cocktail für Fliegen.
Der Pilz hat aber auch teils eine homöopathische Wirkung, wenn er richtig eingesetzt wird.
Nach ihrer Meinung ist die Anreicherung von Schwermetallen und radioaktiven Stoffen in den Pilzen im hiesigen Gebiet nicht sehr stark.
Zum Abschluss der Entdeckungstour bedankte sich Konrektor Chris Gohlke bei Frau Kraus für die interessante Führung.  

BACHEXKURSION       KRÄUTERWANDERUNG

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