Projekt Nestbau 3a - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
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Projekt Nestbau 3a

Berichte > Projekte
Lauterbacher Anzeiger vom 3.8.2017
NATURSCHUTZ Angersbacher Storchenpaar hat zwei Jungvögel groß gezogen / Übungen für den Flug nach Afrika
ANGERSBACH - (hwg). Im vorigen Jahr wurde auf Initiative von Hubert und Ingrid Reinhardt auf ihrem Gelände in der Lauteraue, in Richtung Burgruine, ein Mast mit einem vorgefertigten Storchennest aufgestellt. Reinhardt ist Kaufmann bei der RhönEnergie Osthessen, die im Kreis Fulda schon mehrere künstliche Nisthilfen für den Weißstorch bezuschusst hat und die von den Störchen gut angenommen werden. Auch das Storchennest in Angersbach wurde von dem Unternehmen finanziert und logistisch unterstützt. Die Klasse 3a der Mittelpunktschule Angersbach begann mit dem Nestbau, der vom Ehepaar Reinhardt beendet und dabei von einem Mitglied des NABU Hofbieber begleitet wurde. Im vergangenen Jahr hatte sich jedoch kein Weißstorch beständig dort niedergelassen; vermutlich war die Aufstellung zu spät erfolgt. In diesem Jahr ist die Arbeit von Erfolg gekrönt.
Ein Elternpaar hatte Anfang Mai das Gelege besetzt und zu brüten angefangen. Inzwischen sind zwei Jungstörche fast ausgewachsen und stärken mit Flügelschlägen ihre Muskulatur. Die Weißstörche (Ciconia ciconia) müssen bis Mitte August fliegen lernen, dann beginnt ihr Zug in Richtung Süden. Der Schnabel der Jungvögel ist noch von dunkler Farbe. Dieser Tage besichtigten Karin Bettinger aus Uffhausen, Vogelschutzbeauftragte für den Raum Großenlüder, und Vogelschutzbeauftragter Bernd Vogel aus Angersbach das Gelege, das sich in rund zwölf Metern Höhe befindet. Vogel hatte zuerst Bedenken, dass in der Umgebung des Nestes für die Altvögel nicht genügend Nahrung zu finden sei. Umso mehr erfreut es ihn, dass nach mehr als 100 Jahren endlich wieder ein Storchenpaar in Angersbach brütete und erfolgreich Nachwuchs groß zieht. Karin Bettinger gelang es aus der Ferne, den Ring an einem der Altvögel zu identifizieren. Er trägt die Ring-Nummer "DER AU 519". Die Codierung "DE" steht für Deutschland und "R" für Radolfzell. Der beringte Storch wurde im Jahr 2014 auf dem Kirchturm in Eimeldingen/Südbaden geboren. Bereits im letzten August wurde dieser Storch in Bad Salzschlirf festgestellt. Vogel findet es bedauerlich, dass die Störche in Angersbach, anders als im Kreis Fulda, nicht beringt wurden. Nun ist es dafür zu spät, denn die Beringung muss bei noch ganz jungen Störchen erfolgen.



Lauterbacher Anzeiger vom 16.4.2016
Der Weißstorch soll auch in Angersbach brüten
PROJEKT Klasse 3a der Mittelpunktschule Angersbach führte den „Nestbau" durch
ANGERSBACH (hwg). Seit Jahrzehn­ten ist im Ort kein Weißstorch hei­misch, eine Nistmöglichkeit auf einem Dach oder Schornstein gibt es nicht. Zwar war Mitte der 50er Jahre auf dem inzwischen gesprengten Schornstein des Sägewerks Walter (später Zander) eine provisorische Nistmöglichkeit er­richtet worden und einige Male hatten Weißstörche auch den Nestrahmen ins­piziert, aber zu einem tatsächlichen Gelege kam es nicht, wie der Vogel­schutzbeauftragte Bernd Vogel zu be­richten weiß.
Dies zu ändern, hatte sich Hubert Reinhardt vom Aussiedlerhof oberhalb des Lautergrundes in Richtung der Burgruine Wartenberg schon längere Zeit vorgenommen. Er ist Kaufmann bei der RhönEnergie Osthessen, die im Kreis Fulda schon mehrere künstliche Nisthilfen für den Weißstorch bezu-schusst hat und die von den Störchen gut angenommen werden. Nach erfolg­reichen Verhandlungen mit dem Ener­gieunternehmen und in Abstimmung mit NABU, Unterer Naturschutzbehör­de des Vogelsbergkreises und Gemein­de Wartenberg kann nun das Vorhaben umgesetzt werden.
In der Lehrwerkstatt des Unterneh­mens wurde ein stabiler Rahmen mit 1,20 Meter Durchmesser aus Eisen ge­schweißt, der das Nest tragen soll. Auf dem großen Areal von Hubert Rein­hardt wird in Richtung der Lauteraue ein nicht mehr benötigter Freileitungs-Holzmast in die Erde gelassen, auf dem die Nestkonstruktion in etwa acht bis zehn Meter Höhe montiert werden soll. Reinhardt konnte die Klasse 3a der Mittelpunktschule Angersbach (MPS) mit Lehrer Helmut Hausen da­zu gewinnen, mit ihm und dem Vogel­schutzbeauftragten Vogel ein „einla­dendes" Nest aus Stöcken und Polstermaterial zu formen.
Die Klasse führt im gesamten Schul­jahr mit ihrem Lehrer eine Projekt­arbeit mit dem Thema „heimische Vo­gelwelt" durch. Dazu wurden im Werk­unterricht Futterhäuschen gebastelt, die Vogelfütterung auf dem Schulgelän­de durchgeführt, Vögel beobachtet, be­stimmt und ein „Steckbrief" erstellt. Mit viel Eifer und Begeisterung mach­ten sich die Kinder an die umfangrei­che „Nestarbeit". In der nächsten Wo­che soll dann der Mast mit einem Kran aufgestellt und der Nestkorb in luftiger Höhe montiert werden. Die MPS An­gersbach, die im Jahre 2014 die Aus­zeichnung „Umweltschule" zum drit­ten Mal durch das Hessische Kultus-und Umweltministerium erhielt, wird sich in diesem Jahr mit dem Projekt und den beständig durchgeführten Na­turexkursionen erneut um die Aus­zeichnung „Umweltschule" bewerben.

unten: 
Die Klasse 3a mit Lehrer Helmut Hausen (links) und Hubert Reinhardt beim Beginn des Nestbaus.        Foto: Gohlke


Lauterbacher Anzeiger vom 20.4.2016
Jetzt heißt es: Warten auf Adebar
PROJEKT Nestbau in Angersbach beendet
ANGERSBACH (hwg). Nun ist „Warten" auf den Weißstorch angesagt, denn das erste künstliche Nest wurde im Bereich der Lauteraue aufgestellt. Finanziert und logistisch begleitet wurde die Maßnahme von der RhönEnergie Osthessen. Die Klasse 3a der Mittelpunktschule Angersbach begann den Nestbau, der beendet wurde von Hubert und Ingrid Reinhardt, auf deren Grundstück nun der Mast errichtet wurde (der LA berichtete). Fachkundige Beratung beim Ausbau der Nisthilfe leistete Peter Hess vom NABU in Hofbieber.









Der Nestkorb befindet sich in zwölf Metern Höhe, so dass Jungstörche beim ersten Flug ausreichend „Fallhöhe" haben. Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann informierte sich vor Ort bei der Aufstellung des Mastes und wünschte sich, dass auch der Weißstorch Angersbach lebens- und liebenswert finden möge.


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