Singvögeln auf der Spur - MPS Angersbach

MPS Angersbach
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Singvögeln auf der Spur

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Lauterbacher Anzeiger vom 29. 5. 2013
Singvögeln auf der Spur
MPS-Wanderung Kinder unterwegs mit Experten

Angersbach (hwg). Die Mittelpunktschule Angersbach (MPS) als Umweltschule ist bemüht, über den Unterricht hinaus im Rahmen von „Abenteuer Natur“ Schülern, Eltern und Schulangehörigen interessante Veranstaltungen zu bieten, um diese für Umweltthemen zu sensibilisieren und für Tiere und Pflanzen zu begeistern. So wurden unter anderem bereits Kräuter- und Pilzwanderung, eine Bachexkursion und ein Besuch bei einem Imker durchgeführt, der anschaulich das Leben und die Arbeit der Bienen  vorstellte. Die jüngste Veranstaltung stand unter dem Motto „von Neuntötern und anderen Piepmätzen“ und diente dazu, mit offenen Augen und Ohren im Wald und Feld die heimischen Singvögel kennen zu lernen. Die Schule hatte dazu den Vogelschutzbeauftragten Bernd Vogel aus Angersbach als fachkundigen Experten gewonnen. Klassenlehrer Michael Ludolph betonte bei der Begrüßung der rund 20 Schüler und Eltern am frühen Morgen, dass es sehr wichtig sei, einmal der medialen Welt zu entfliehen, in die heimische Natur einzutauchen und mit wachem Gehör den Stimmen der Natur zu lauschen. Wie Vogel betonte, macht die herrschende nasskalte Witterung nicht nur den Menschen zu schaffen, auch die Vögel leiden darunter und werden besonders in ihrem Brutgeschäft empfindlich beeinträchtigt, so dass manche Vogelpopulation gefährdet ist.
Während der rund  zweistündigen Führung berichtete der Naturführer viel Interessantes über die gehörten Vogelarten. Er gab Erläuterungen zu ihrer Anatomie, dem Gesang, der Nahrung, ihrem Brut- und Zugverhalten und dem Winterquartier. Da die Temperatur an diesem Morgen nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt lag, verhielten sich die gefiederten „Sangesfreunde“ zuerst außergewöhnlich still. Am Ortstand war eine Ringeltaube auf dem Dach zu sehen. Auf dem Weg durch die Feldgemarkung bis zum Biotop „Grillplatz am Hainig“ waren dann doch immer mehr Vögel zu hören und meist auch mit dem Fernglas zu sehen. Aus der dort festgestellten Artenvielfalt lässt sich schließen, dass Vögel eine vielfältige Hecken- und Baumlandschaft als Lebensraum benötigen. So konnten Feldsperling, Mönch-, Garten- und Klappergrasmücke, Zilpzalp, Buchfink, Star und Elster, Amsel, Misteldrossel und Goldammer, aber auch weiße Bachstelze und Rabenkrähe bestimmt werden. Ein Neuntöter war leider nicht festzustellen.
Wieder an der Schule angekommen, bedankte sich Michael Ludolph mit einem Geschenk bei Bernd Vogel für die aufschlussreiche Führung. Bedauerlich ist, dass nicht mehr Eltern ihre Kinder zu einem Besuch der freiwillig von der Schulleitung angebotenen Veranstaltungen anhalten oder selbst teilnehmen.


Foto: Gohlke


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