Wildkräuter - MPS Angersbach

MPS Angersbach
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Wildkräuter

Berichte > Exkursionen
 
 
Liebe Schülerinnen und Schüler der MPS Angersbach, liebe Eltern,
 
unsere nächste und letzte Naturexkursion in diesem Schuljahr wird sich mit dem Thema „Wildkräuter" beschäftigen. Gemeinsam werden wir Wildkräuter sammeln und damit eine Wildkräuterbutter zubereiten.
Gegen die Insektenstiche und dessen unangenehmen Juckreize, ist natürlich auch ein Kräutlein gewachsen. Aus diesem Kraut stellen wir einen Mückenstift her, den ihr anschließend natürlich mit nach Hause nehmen dürft.
Diese Exkursion kann nicht ganz kostenfrei durchgeführt werden, da wir für die Zutaten etwas Geld benötigen (pro Teilnehmer 2 €). Das Geld wird direkt an Ort und Stelle eingesammelt.
Zur besseren Planung bitten wir bei dieser Veranstaltung um Anmeldung, die Teilnehmerzahl ist begrenzt
 
Wann?   Mittwoch. 07. Juni 2017 um 16.00 Uhr (Anmeldeschluss ist der 02. Juni 2017)
 
Treffpunkt: Mittelpunktschule Angersbach
 
Zeitdauer: ca. 2,5 Stunden
 
Bitte auf regefeste Kleidung und angemessenes Schuhwerk achten, eine Picknickdecke wäre schön.
 
Aktuelle Hinweise (kurzfristige Terminverschiebungen, witterungsbedingtes Ausfallen der Veranstaltung, ...) sind auf der Homepage www. mps-angersbach.de  zu finden.
 
Auch bei dieser Veranstaltung liegt die Aufsichtspflicht bei den Eltern.
 
Herzliche Grüße
 
Y. Heßler     C. Schwichtenberg     C. Gohlke
 
Wir bitten um Rückmeldung bis zum 02.06.2017, wenn Sie an der Exkursion teilnehmen wollen.
 
Familie ________________nimmt an der Exkursion „Wildkräuter“ am
 
07.06.2017 mit __________ Personen teil.
Exkursion „Wildkräuter“ an der MPS Angersbach
Am Freitag, den 17. 6. 2016 trafen sich rund 50 Schüler, deren Eltern und Großeltern der Mittelpunktschule in Angersbach im Rahmen der Naturexkursionen unter dem Motto „Wildkräuter“.
Die Kinder lernten heimische Wildkräuter und deren Wirkungen und Verwendungsmöglichkeiten kennen. Wildkräuter sind reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. So z. B.: der Spitzwegerich, das Gänseblümchen, die Schafgarbe, das Labkraut, die Brennnessel und der Giersch, um nur einige zu nennen. Zu Unrecht werden sie oft aus unseren Gärten als „Unkraut“ entfernt.
Welche Kräuter verwendet werden können, das erfuhren sie von Frau Heßler. Sie ist Lehrerin an der MPS und ausgebildet in der Wild- und Heilkräuterkunde.
Nach einer Einführung, welche Kräuter man wo und welche Teile man verwendet, sammelten die Kinder fleißig und motiviert. Alle Kräuter wurden zusammengetragen und vor Ort bestimmt. In der Schulküche ging es anschließend weiter mit dem Waschen und dem Verarbeiten der Kräuter zu einer Kräuterbutter. Fünf Gruppen kreierten mit Fleiß und engagiert, ihre eigene Kräuterbutter. Die Ergebnisse sind auf den Fotos gut zu erkennen. Jede Butter schmeckte anders und jede Butter schmeckte besonders lecker!!! Gut gemacht, liebe Kinder, Eltern und Großeltern!
Im Anschluss stellten die Kinder gemeinsam einen Mückenstift her, der zum Auftragen auf die betroffene Stelle, den Juckreiz lindern soll. Verwendet wurden hier der stinkende Storchenschnabel, das Labkraut und der Spitzwegerich.
Ein gelungener und lehrreicher Nachmittag! Vielen Dank! Dieser geht auch an Herrn Euler, dem wir diese schönen Fotos verdanken und damit wichtige Momente und Augenblicke festhalten konnten.

Yvonn Hessler
Angersbach im Juni 2016

zum Vergrößern anklicken



Exkursion 2014

Ein Streifzug durch die Natur
Zum Abschluss gab es eine „Kräutersuppe"
Ein Schulspaziergang anderer Art

Angersbach (hwg). Die Mittelpunktschule Angersbach (MPS) beschreitet als Umweltschule neue Wege. Unter dem Motto „Gemeinsam Natur erleben" wurden bereits verschiedene Veranstaltungen zur Aufklärung in der Natur angeboten. Damit sollen die Schüler für die Umwelt sensibilisiert und für Tiere und Pflanzen begeistert werden. Das Projekt richtet  sich jedoch nicht nur an die Schüler, auch die gesamte Schulgemeinde ist angesprochen, somit auch Eltern und Lehrkräften und ist ein zusätzliches Angebot außerhalb der Schulstunden.
Am Samstag trafen sich rund 60 Schüler und Eltern zur einer „Kräuterwanderung" unter der Anleitung der „Kräuterhexe" Ellen Langstein aus Schlitz. Langstein ist 36 Jahre alt, betreibt eine Gesundheitspraxis und ist ausgebildet in Erlebnispädagogik und Kräuterheilkunde. Gemeinsam wurde der Weg von der Mittelpunktschule bis zum Grillplatz „Am Hainig" begangen. Auf den am Weg liegenden Wiesen waren viele Heilkräuter zu finden, die oft im Volksmund unkundig nur als „Unkraut" verschrien sind.  Mit riesiger Begeisterung suchten, pflückten und sammelten die Kinder und Erwachsene vorhandene Wildkräuter.
Ellen Langstein erläuterte,  dass Wildkräuter oft die 10fache Menge an Vitaminen und Spurenelementen enthalten wie Zuchtkräuter. Die vorhandenen Wirkstoffe, auch Flavonoide, sind sehr wirksam gegen Krankheiten und tragen wesentlich zu einer gesunden Ernährung bei. In früherer Zeit waren Wildkräuter ein wesentlicher Bestandteil der Nahrung und Heilmittel.
Sachkundig zeigte Langstein die verschiedensten Kräuter, ihre Blüten und erklärte die richtige Behandlung der Heilkräuter und ihre Wirkung.
So fanden sich in der scheinbar noch intakten Natur Gänsefingerkraut (auch als Krampfkraut bekannt), roter Wiesenklee, Spitz- und Breitwegerich, Beifußkraut, Schafgarbe, Schachtelhalm (auch Zinnkraut genannt) und Frauenmantel.
Auch zu bekannteren  Pflanzen und Kräutern wie Löwenzahn, Brenn- und Taubnessel, Gänseblümchen, Weißdorn, Sauerampfer und Giersch wusste sie von der Verwendung und ihrer Heilwirkung zu berichten. Sie empfahl, Kräuter nicht direkt am Wegesrand oder an Straßenränder zu sammeln, sondern auf weite Wiesenflächen auszuweichen.


Kräuter könnten getrocknet, eingefroren oder auch eingelegt bis zu einem Jahr aufbewahrt werden. Standort und Wettereinwirkungen würden auf den Geschmack der Kräuter Einfluss nehmen. Verwendung finden könnten die Blätter, Blüten, Stängel und auch Wurzeln der einzelnen Heilkräuter. Die Zuhörer erfuhren viel Erstaunliches über die Wirkung. Spitzwegerich stärke die Abwehr gegen Husten und lindere, gekaut und auf durch Insektenstiche betroffene Körperteile aufgebracht, sofort die Schmerzen und bewirke ein Abschwellen.  Rotklee als Creme verarbeitet, wirke gut gegen Falten. Dieser habe auch hormonelle Wirkung und die Blüten wären eine gute Ergänzung zum Salat, ebenso wie die Gänseblümchen. Beim Löwenzahn wäre alle Teile essbar. Aus der Wurzel könne man, zerkleinert, getrocknet, gemahlen und geröstet, einen Kaffeeersatz zubereiten.
Die Scharfgarbe habe, auf Wunden aufgelegt oder bei Nasenbluten in die Nasenöffnung eingebracht, eine blutstillende Wirkung. Sie bewähre sich auch nach fettem Essen bei Magen- und Gallenbeschwerden, ebenso das Beifußkraut. Das Beifußkraut, in den Schuh gelegt, sorge bei einer Belastung der Füße für neue Leichtigkeit.
Am Grillplatz angekommen, suchten die Schüler auf den umliegenden Wiesen die ihnen inzwischen vorgestellten Heilkräuter. Nach einer Sichtung durch Langstein durften sie diese zerkleinern.

Diese Kräuter und Blüten bildeten die Einlage zu einer Suppe, die inzwischen auf einem offenen Feuer und Dreibein siedete. Zuerst skeptisch, dann aber mit großem Appetit verspeisten Groß und Klein ihren Teil der Kräutersuppe. Dazu gab es Brot und von Frau Langstein selbst gefertigte Kräuterbutter.
Der Konrektor der MPS, Chris Jonas Gohlke, bedankte sich bei der kundigen Führerin für ihre interessanten Ausführungen.

Fotos: hwg


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