Workshop - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
Direkt zum Seiteninhalt

Workshop

Berichte > Presse
Lauterbacher Anzeiger vom 19.10.2016
Sex und Gewalt in den Medien"
WORKSHOP Schüler der Mittelpunktschule im Umgang mit Video und Co. geschult
ANGERSBACH (hwg). An der Mittelpunktschule Angersbach (MPS) wird regelmäßig für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse ein Workshop „Sex und Gewalt in den Medien" durchgeführt. Ziel des Projekts ist die kritische Reflexion des eigenen Medienkonsums und dessen Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung. Das Projekt, geleitet vom Medienpädagogen Peter Weißmüller vom MAUS-Medienzentrum Gießen-Vogelsberg, wird an einem Vormittag mit der Klasse durchgeführt. Unterstützt wurde Weißmüller in diesem Jahr von den Schülercoaches Jody Moyer und Leo-nie Schönhals von der Vogelsbergschule, die im Juli die MPS Angersbach nach dem Abschluss verlassen hatten.
In allen Medien (Computer, Internet, Zeitschriften, Fernsehen, Reality-TV, Spielkonsolen, Cartoons und Bücher) finden sich heute ständig jugendgefährdende Inhalte mit sexuellen Darstellungen, Filme und Spiele mit Sex- oder Gewalthandlungen. Die Erwachsenen haben sich daran gewöhnt und nehmen dies oft nur noch am Rande wahr. Bei manchen Eltern besteht sicher auch ein Zeitdefizit, um intensive Gespräche mit ihren Kindern und eine Kontrolle ihrer Medien-Aktivitäten in der Freizeit durchzuführen.
Die meisten Schüler haben heute ungehindert freien Zugang zu diesen Medien, meist sogar ohne oder nur mit geringer Kontrolle ihres Konsums durch die Erziehungsberechtigten. Insbesondere das Smartphone hat dazu beigetragen, jederzeit und an allen Orten im Internet surfen zu können. Von den 17 Schülern der Klasse verfügen elf von ihnen über ein solches Medium.
Mit Hilfe eines medienpädagogischen Schulungsfilms wurden die Kinder zunächst für die Thematik sensibilisiert. In entspannter Atmosphäre, in einem Kreis sitzend, folgte ein reger Austausch über eigene Erfahrungen mit gewalttätigen und sexuellen Medieninhalten. Die Kinder fanden „Sexkram" weitaus schlimmer als „Gewalt". Die Erklärung dazu ist, dass der Betrachter bei Gewaltszenen weiß, dass es nur ein Film ist, keine reale Situation. Beim Sex ist es nicht so, denn der findet tatsächlich in dieser Form statt. Die negativ belastenden Erstgefühle wie „eklig, geschockt, widerlich, gruselig" wurden am interaktiven Whiteboards gesammelt. Anschließend wurde erarbeitet, wie man damit umgeht und welche Reaktionen eintreten.
Nach dem Erfahrungsaustausch erfolgte die Aufteilung der Schüler in Untergruppen. Zusammen mit den Schülercoaches wurden in verschiedenen Räumen themenbezogene Rollenspiele zu gewalttätigen oder sexualisier-ten Situationen erarbeitet, nachgestellt und mit einer Videokamera aufgenommen. Das richtige Einwirken zur Eindämmung dieser gewalttätigen oder se-xualisierten Situationen wurde in einer zweiten Szene ebenfalls gespielt und aufgezeichnet. Diese Videosequenzen wurden dann am interaktiven White-board vorgestellt und die Gruppenteilnehmer analysierten sie mit der gesamten Klasse. Dadurch sollen die Kinder in die Lage versetzt werden, Konflikte und auch Lösungen zu erkennen, die Selbstkontrolle zu behalten und ein gesundes Gefühlsverhalten zu Konflikten zu entwickeln. Weißmüller gab noch Tipps und Regeln für Gruppen in WhatsApp-Messenger und Instagram und verwies auf die Verantwortung des „Admind" hin. Die Teilnehmer zeigten sich beim Abschlussgespräch „cool" und fanden den ganzen Tag „super".
Fotos: Gohlke


Lauterbacher Anzeiger vom 19.10.2016
Zu Besuch in der Redaktion
Zehn Kinder der Angersbacher Schulkindbetreuung nutzten den Dienstagvormittag, um die Redaktion des Lauterbacher Anzeigers kennenzulernen. Stargastgeber des Tages waren allerdings nicht die Redakteure Bertram Lenz und Annika Rausch, sondern das
Zeitungsmonster Kruschel, das die „Schulmäuse" sofort in ihr Herz schlössen. Aufmerksam verfolgten die Mädchen und Jungen, wie eine Zeitungsseite am Computer produziert wird und stellten Fragen zum Beruf des Journalisten. Besonders freuten sie sich aber auch über ihr Kruschelset aus Lesezeichen, Lineal, Bleistift und Aufkleber - Kruschel-Gummibären nicht zu vergessen. Die Redaktion bedankte sich im Gegenzug für das leckere Präsent der Gruppe und die interessierten jungen Besucher.                                                                                                                                                             (ar)/ Foto: Lenz
Zurück zum Seiteninhalt