Zugvögel - MPS Angersbach

MPS Angersbach
Aktuell: Exkursion 16.3.2018: "Wild im Wald - Wald und Wild", Ort: Hochbehälter Angersbach, 15.00Uhr
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Zugvögel

Berichte > Exkursionen
Die Welt der heimischen Zugvögel nahmen die Kinder gemeinsam mit Forstamt­mann Axel Rockel unter die Lupe. Foto: Gohlke

Lauterbacher Anzeiger vom 23.3.2016
Auf den Spuren von Nilgans, Zaunkönig und Silberreiher
EXKURSION Schüler der Mittelpunktschule unterwegs auf Vogelerkundungstour

ANGERSBACH
(hwg). Das Bildungs­konzept der Mittel­punktschule Angers­bach (MPS) hat einen besonderen Schwer­punkt auf dem Gebiet der ökologischen Bil­dung und Umwelt­erziehung, deshalb darf sie auch den Titel „Umweltschule" tra­gen. Es ist eine Aus­zeichnung durch Um­weltministerin Priska Hinz, die die Schule zum dritten Mal er­hielt. Die zweite Na­turexkursion des Schuljahres 2015/16 führte zum Ober-Mooser Teich.
Seit dem Jahr 2000 befinden sich der Ober-Mooser Teich und der Reichloser Teich im Eigentum des NABU-Landesverbandes Hessen und bilden das NABU-Schutzgebiet „Vogelsbergteiche". Sie stellen einen wichtigen Brutraum und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten dar. Gerade jetzt im Frühling rasten hier viele Vögel auf ihrem Weg zu den Brutgebieten im Norden oder Sibirien. Rund 30 Kinder und Eltern waren der Einladung gefolgt und fanden sich im Naturlehrerraum der Schule ein, um durch Klassenlehrer Chris Gohlke eine Einführung in das Thema zu erfahren. Intention war es, die Entste­hung des Vogelzuges, ihre Arten, die Zug­route und ihre Orientierung auf dem Weg den Besuchern zu erläutern. Als Hilfsma­terial dienten Stopfpräparate verschiedener Vogelarten und ein Film über den Vo­gelzug auf dem Active-Board.
Im Anschluss wurde mit eigenen Fahr­zeugen der Teich in Ober-Moos aufge­sucht, an dem als fachkundiger Führer Forstamtmann Axel Rockel von der Re­vierförsterei Schotten-Eichelsachsen war­tete. Er ist Leiter der Arbeitsgemeinschaft AVI-Fauna im NABU-Vogelsberg und gilt als Vogelexperte. Methodisch führte er die Kinder in die Welt der heimischen und der gerade rastenden Zugvögel ein, die mit dem Spektiv oder dem mitgeführ­ten Fernglas einen Blick auf die Tiere warfen. Auf einem der ursprünglichen Hälterteiche waren aus der Nähe Sing­schwäne, Nilgänse, Blässhuhn (Wasserralle) und verschiedene Entenarten zu be­obachten. Er erklärte, dass Tafelente und Schellente beides durchziehende Tauchenten seien, während die heimischen Stockenten zu den „Gründel­enten" zählen. Sie tauchen bei der Futtersuche nicht vollstän­dig unter, son­dern recken nur den Schna­bel und Kopf unter Wasser. Dass die Wasserralle zur Gattung der Hühner zählt, war besonders bei ihrem „put­zigen" Start aus dem Wasser zu sehen, denn sie „laufen" erst auf der Wasserober­fläche, bis sie sich mit dem weiteren Flü­gelschlag in die Luft erheben können. Blaumeisen waren bei der Aufnahme von Nektar an den Weidenkätzchen und beim Baden festzustellen. Auf dem weite­ren Weg zur „Walter-Kress-Hütte" am Südufer des Teichs wurden Rotkehlchen, Zaunkönig, Reiherenten und die Krick­ente gesichtet. Durch die Beobachtungs­fenster der Hütte ist der Teich fast in sei­ner gesamten Größe zu überblicken, und die Vögel verspüren keine Störung. Dort waren noch Kormorane, Silberreiher und Lachmöwen zu beobachten. Da an die­sem Tag auch Sonnenschein und ange­nehme Temperaturen herrschten, waren nach der zweistündigen Besuchstour alle Teilnehmer begeistert.
 
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